Wuselstation #2: Framework der Inner Development Goals (IDGs) - Selbstentwicklung im Unterricht
Hintergrund
An dieser Station findest du vertiefende Informationen zu den IDGs. Sie sind eine wertvolle Orientierung, um ĂŒberfachliche Kompetenzentwicklung im Unterricht in den Blick zu nehmen.
Benötigtes Material
- Die einzelnen Kategorien der IDGs werden im Folgenden vorgestellt. Diese Informationen sind die Grundlagen fĂŒr euren Austausch.
Beschreibung
Im Folgenden findet ihr Beschreibungen der einzelnen Kategorien der IDGs. Lest euch die Beschreibungen einzeln durch und reflektiert mit Kolleg*innen:
- Wie verstehen wir diese Kategorie?
- Inwieweit können Lernende in unserem Unterricht bereits jetzt die Kompetenzen dieser Kategorie entwickeln? Was ist dafĂŒr ausschlaggebend?
- Wie könnten wir die Entwicklung der IDGs noch besser unterstĂŒtzen?
đ Kategorie SEIN
Diese Kategorie fokussiert die Beziehung zu sich selbst: Lernende sollen ein stabiles inneres Fundament entwickeln, damit sie auch in komplexen Situationen handlungsfÀhig bleiben. Wer sich selbst gut kennt und versteht, was wirklich wichtig ist, kann authentischer agieren und bleibt orientiert. In einer digital geprÀgten Lebenswelt mit vielfÀltigen Möglichkeiten der Selbstdarstellung und Vernetzung hilft diese innere Klarheit, selbstbestimmt zu entscheiden. Dazu gehören FÀhigkeiten wie: Selbstwahrnehmung, Selbstreflexion, innerer Kompass, IntegritÀt, Offenheit, Lernbereitschaft, PrÀsenz.
â Kategorie DENKEN
Diese Kategorie fokussiert kognitive FĂ€higkeiten: Lernende sollen komplexe ZusammenhĂ€nge verstehen und mit Unsicherheit umgehen können, um informierte und reflektierte Entscheidungen zu treffen. Digitale Technologien eröffnen Zugang zu vielen Perspektiven und Wissensquellen â eine Chance zum Erkunden und Lernen. Um diese Möglichkeiten gewinnbringend zu nutzen, braucht es die FĂ€higkeit, verschiedene Standpunkte einzunehmen, Informationen kritisch einzuordnen und eigene SchlĂŒsse zu ziehen. Dazu gehören FĂ€higkeiten wie: kritisches Denken, Perspektivenvielfalt, Sensemaking, Bewusstsein fĂŒr KomplexitĂ€t, langfristiges Denken.
â€ïž Kategorie BEZIEHUNG
Diese Kategorie fokussiert FĂŒrsorge und Verbundenheit mit anderen: Lernende sollen echte Beziehungen aufbauen und Empathie entwickeln, damit sie sich als Teil einer gröĂeren Gemeinschaft verstehen. Lernen ist immer auch ein sozialer Prozess. Digitale RĂ€ume erweitern unsere Möglichkeiten, mit Menschen ĂŒberall auf der Welt in Kontakt zu treten und gemeinsam zu lernen. Gleichzeitig braucht es Empathie und WertschĂ€tzung, um diese Verbindungen â ob analog oder digital â lebendig und bedeutsam zu gestalten. Dazu gehören FĂ€higkeiten wie: WertschĂ€tzung, Verbundenheit, Demut, Empathie, MitgefĂŒhl.
đŹ Kategorie ZUSAMMENARBEIT
Diese Kategorie fokussiert soziale FĂ€higkeiten: Lernende sollen konstruktiv mit anderen zusammenarbeiten können, um gemeinsam Lösungen zu entwickeln und VerĂ€nderungen zu gestalten. Digitale Tools eröffnen völlig neue Möglichkeiten der Kollaboration: gemeinsam an Dokumenten arbeiten, Ideen in Echtzeit teilen, kreative Projekte ĂŒber Distanzen hinweg entwickeln. Diese Potenziale zu nutzen erfordert soziale FĂ€higkeiten wie konstruktive Kommunikation und die Bereitschaft, verschiedene Perspektiven einzubeziehen. Dazu gehören FĂ€higkeiten wie: KommunikationsfĂ€higkeit, Co-Creation, inklusive Haltung, Vertrauen, MobilisierungsfĂ€higkeit.
âĄïž Kategorie HANDELN
Diese Kategorie fokussiert die FĂ€higkeit, VerĂ€nderung zu ermöglichen: Lernende sollen vom Denken ins Tun kommen und wirksam werden, um aktiv zur Gestaltung einer zukunftsfĂ€higen Welt beizutragen. Digitale Technologien sind Werkzeuge, mit denen wir unsere Lebenswelt aktiv gestalten können â durch kreative Projekte, Teilen von Wissen oder Initiativen fĂŒr VerĂ€nderung. Wenn Lernende diese Gestaltungsmöglichkeiten erkunden und erleben, dass sie selbst etwas bewirken können, stĂ€rkt das ihre Selbstwirksamkeit und ihren Gestaltungswillen. Dazu gehören FĂ€higkeiten wie: Mut, KreativitĂ€t, Optimismus, Ausdauer.