Wuselstation #5: Das zukünftige Ich als Lernbegleiter im Unterricht

👉 An dieser Station erkundest du gemeinsam mit Kolleg*innen das Konzept des 'zukünftigen Ichs' und überlegst, wie es beim Lernen und in der pädagogischen Praxis unterstützen kann.
Hintergrund

Das Muster des 'zukünftigen Ichs' kann dabei helfen, Lernende zu motivieren und eine zukunftsgestaltende Perspektive zu eröffnen. Statt nur zu fragen "Was bringt mir das jetzt?", verschiebt sich der Fokus auf: "Welches zukünftige Ich entwickle ich mit meinen jetzigen Handlungen?" Diese Perspektive kann besonders in einer digital geprägten, sich schnell wandelnden Welt hilfreich sein.

Benötigtes Material

Beschreibung

Schritt 1: Verstehen, was das zukünftige Ich ist

Lest euch gemeinsam die folgende Kernidee durch und diskutiert sie:

Das Muster des zukünftigen Ichs bedeutet: Ich mute meinem gegenwärtigen Ich bewusst Anstrengungen und Mühen zu, weil ich davon ausgehe, dass mein zukünftiges Ich davon profitieren wird. Die Perspektive auf mein zukünftiges Ich unterstützt mich somit beim Lernen.

Diskussionsfragen:

Schritt 2: Drei konkrete Einsatzbereiche erkunden

Wählt einen oder mehrere der folgenden Bereiche aus und diskutiert sie in der Gruppe:

Bereich 1: KI-Nutzung als kognitives Training

KI kann uns viel Arbeit abnehmen – aber was bedeutet das für unser zukünftiges Ich? Wenn wir immer nur Abkürzungen nehmen, kann De-Skilling die Folge sein. Mit Blick auf das zukünftige Ich können wir KI bewusst so nutzen, dass wir selbst in einer aktiven Rolle bleiben und uns eine selbstbestimmte, sichere Nutzung der Technologie erarbeiten.

Reflexionsfragen:

Bereich 2: Digitale Mündigkeit als Zukunftsinvestition

Oft ist es bequemer, fertige Lösungen proprietärer Anbieter zu nutzen, statt Technologie selbst zu gestalten oder zumindest "unter die Haube" zu schauen. Der Blick auf das zukünftige Ich kann motivieren, sich bewusst in digitaler Mündigkeit zu üben – zum Beispiel durch selbst gestaltete Lernräume oder eigene Online-Präsenzen. Das zukünftige Ich wird dann sehr viel mehr Perspektiven haben.

Reflexionsfragen:

Bereich 3: Irritation und Datenbank-Aufbau

Der Blick auf das zukünftige Ich kann dazu motivieren, sich in neue und vielfältige Themen einzuarbeiten – auch wenn ihre Relevanz nicht sofort ersichtlich ist. Es geht darum, eine reichhaltige "Datenbank" mit Wissen, Erfahrungen und Ideen aufzubauen, auf die das zukünftige Ich andocken kann. Aus vielfältigen Spuren und Netzwerkknoten entstehen neue Verbindungen – ein wichtiger Treiber für Neugier und Lernen.

Reflexionsfragen:

Schritt 3: Weitere Einsatzmöglichkeiten entwickeln

Überlegt gemeinsam: